Samstag, 3. Oktober 2015

Pomologe im NABU-Apfelsortengarten

Hans Thomas Bosch und Markus Austgen bei der Apfelbestimmung
"Die Pomologie (von lat. pomum Baumfrucht, bzw. Pomona, die Göttin der Gartenfrüchte), die Obstbaukunde, ist die Lehre der Arten und Sorten von Obst sowie deren Bestimmung und systematische Einteilung. Der Begriff „Pomologie“ wurde 1758 von J. H. Knoop in seinem Werk ‚Pomologia‘ geprägt." Zitat nach Wikipedia Der anerkannte Pomologe Hans-Thomas Bosch hat am 1. Oktoberwochenende unsere 100 Sorten überprüft, frei nach dem Motto "das was drauf steht ist nicht immer drin!" Der eine oder andere falsch deklarierte Baum wurde auch entdeckt. Jetzt sind wir natürlich viel schlauer als zuvor und wissen exakt, was wo steht. Unsere nächste Aktion ist die Teilnahme beim Apfeltag der Baumschule Leick (weitere Infos unter diesem Link). Dort finden Interessierte und Apfelverrückte in der Apfelsortenausstellung etliche unserer frisch bestimmten Sorten.

LesetippÄpfel- und Birnensorten aus Luxemburg

Sonntag, 2. August 2015

Rotkäppchen lügt!

Rotkäppchen lügt!
"Der Wolf kehrt in seine alte Heimat zurück! Nachdem er 150 Jahre ausgerottet war, besiedelt er seit 13 Jahren wieder selbständig weite Teile Deutschlands. Neben der Freude über die Rückkehr des Wolfes gibt es mancherorts noch Skepsis und Verunsicherung – Grund genug für den NABU, den „Tag des Wolfes“ auszurufen und mit den Märchen über den „bösen Wolf“ aufzuräumen.

Märchen 1: Wölfe fressen Kinder und Großmütter
Wie Fuchs oder Wildschwein muss der Mensch auch den Wolf als Wildtier respektieren. Dabei geht von Wölfen deutlich weniger Gefahr aus als beispielsweise von Wildschweinen. Auch nach zehn Jahren Wiederbesiedelung gibt es keine Wolfsangriffe in unseren Wolfsregionen. Dagegen sind jedes Jahr rund 20 Tote durch Wild, vor allem durch Wildschweine, zu beklagen.

Märchen 2: Wölfe brauchen Wildnis
Nach einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz gibt es in beinahe jedem Bundesland wolfsgeeignete Regionen. Wegen ihrer großen Wanderfreudigkeit sind Wölfe in der Lage, weite Strecken zurückzulegen. Jederzeit kann sich in jedem Flächenbundesland ein neues Wolfsrudel etablieren. In den Wolfsgebieten zwischen Nordsee und Neiße bilden die 19 Wolfsfamilien einen ersten wichtigen Anteil am langfristig abgesicherten Überleben des Wolfes in Mitteleuropa. Wölfe brauchen keine Wildnis. Sie überleben überall dort, wo sie genügend Beutetiere und ein Rückzugsgebiet für die Aufzucht ihrer Welpen finden. 

Märchen 3: Wölfe fressen Schafe und kleine Zicklein
Der Speiseplan des Wolfes enthält vor allem Wildtiere. Nutztiere machen einen verschwindend geringen Anteil an der Nahrung des Wolfes aus, dies konnten aktuelle Studien des Senckenberg-Institutes belegen. Natürlich müssen Nutztiere in den Wolfsregionen geschützt werden, denn Wölfe unterscheiden nicht zwischen Haus- und Wildtieren. Dabei hat sich insbesondere die Kombination aus Herdenschutzzäunen und Herdenschutzhunden bewährt. Neue Methoden werden ständig erprobt und verbessert. Beispielsweise haben sich Zäune, bei denen jeder zweite Pfosten höher ist als die anderen, als besonders effektiv herausgestellt. Sind außerdem Flatterbänder am Zaun befestigt, ist die Chance, dass sich der Wolf darüber traut, sehr gering. Auch Herdenschutzhunde sind effektiv. Sie wachsen von kleinauf mit der Herde auf, fühlen sich als Teil von ihr und beschützen die Tiere." Zitiert aus: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/nabu

Ein Wolfspate zu werden ist eine von vielen Möglichkeiten der Unterstützung. Informieren Sie sich unter diesem Link: Wolfspate werden

Freitag, 31. Juli 2015

Aktion "Willkommen Wolf" - Infos am Wolfspark Werner Freund

Wölfe gibt es in Deutschland nicht nur in Zoos und Wildparks. Von Osteuropa und den Alpen wandern Wölfe wieder nach Deutschland ein. Was liegt näher, als in Merzig, der "Stadt der Wölfe" über diese Entwicklung zu informieren. Am 2. August von 14.00 - 17.00 Uhr beteiligt sich der NABU-Merzig an einem Info-Stand des NABU-Landesverbandes Saarland am Wolfspark Merzig.
Neben den Informationen für die Erwachsenen  gibt es auch Mal- und Bastelmöglichkeiten für Kinder.

Kennen Sie den silbergrünen Bläuling?

silbergrüner Bläulingsilbergrüner Bläuling

Klein, blau und leicht berändert sieht er aus, der silbergrüne Bläuling, Insekt des Jahres 2015 und typische Schmetterlingsart der blumenreichen Wiesen auf Kalkböden.
Der NABU Merzig e.V. möchte Ihnen gerne, zusammen mit der Kreisstadt Merzig auf dem ältesten und schmetterlingreichsten Naturschutzgebiet der Stadt die Gelegenheit bieten, diesen und noch weitere Schmetterlingarten kennen zu lernen. Als Referent konnte der Schmetterlingsexperte und Artenkenner Rolf Klein gewonnen werden.
Die Exkursion findet am Sonntag, den 9. August 2015 von 10.00 Uhr bis ca. 11.30 Uhr statt und führt über die Hänge des Nackberges. Ausgangspunkt ist der Parkplatz zum Naturschutzgebiet in Verlängerung der Waldwieser Straße. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sonntag, 26. Juli 2015

Riesenbärenklau im Naturschutzgebiet - heute die riesige Staude "gefällt"

Fachmännisch gekleidet mit langärmeliger Jacke, dicken Handschuhen, Gummistiefeln, einer Schutzbrille, dazu Astschere,stabiler Abfallsack und ein Müllpicker! Zumindest diese riesige Staude ist aus dem Naturschutzgebiet "Nackberg" weg.

Sonntag, 12. Juli 2015

Riesenbärenklau - jetzt auch im Naturschutzgebiet "Nackberg"

Es ist schon ein "Kreuz", die Sache mit den invasiven Neophyten. Bitte was?
Als invasive Neophyten werden Pflanzen bezeichnet, die aus anderen Erdteilen eingeschleppt wurden und sich hier auf Kosten von einheimischen Pflanzen stark verbreiten. In manchen Fällen ist das auch für uns Menschen sehr gefährlich, da die Pflanzen giftig sein können oder heftige Allergien auslösen.

Der Riesenbärenklau oder auch Herkulesstaude (Herkakleum montegazzianum) stammt aus dem Kaukasus und wurde von Botanikern nach Mitteleuropa gebracht. Verbreitet wurde die Pflanze durch Imker und Gartenfreunden ohne zu wissen, welche Auswirkungen dies hat. Neben der Verdrängungswirkung auf andere Pflanzen führt der Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht auf der menschlichen Haut zu starken Verbrennungen. Besonders Kinder und Wanderer sind hier sehr gefährdet.

Was tun?
Wo immer es geht, die Pflanze im jungen Zustand (Frühjahr) ausgraben, trocknen lassen und über den Biomüll entsorgen.  Das Abschneiden der Blüte (Achtung, erst wenn die Samenreife der Mitteldolde begonnen hat) führt auch zum Absterben der Pflanze. Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite.
Aber Achtung beim Arbeiten an dieser Pflanze: Immer gut schützen und am Besten bei Bewölkung arbeiten. Sollten Sie den Pflanzensaft mal "abbekommen" - gleich mit Wasser (Kanister mitnehmen) abwaschen.Der NABU Merzig wird den kleinen Bestand im Naturschutzgebiet Nackberg - in Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde -  auf jeden Fall nachhaltig bekämpfen und die Fläche die nächsten Jahre im Auge behalten.

Freitag, 3. Juli 2015

NABU-Sommerabend am Noswendeler See

40 Jahre NABU-Ortsgruppe Noswendel, ein guter Grund miteinander zu feiern. Am idyllischen Noswendeler See hat das örtliche  NABU-Team alles einladend aufgebaut und dekoriert. Eiskaltes Wasser ist das Getränk des Abends bei sommerlichen 39°C.  Ein schier nicht abreißende Zahl an Gratulanten erwies Georg Leidinger, dem Vorsitzenden - stellvertretend für alle NABU-Ortsgruppenmitglieder die Ehre. Neben dem Umweltminister a.d. Stefan Mörsdorf und dem amtierenden Umweltminister Reinhold Jost waren alle örtlichen Vereine vertreten. Namentlich begrüßt wurden die befreundeten NABU-Gruppen aus Lockweiler-Krettnich, Weiskirchen und Merzig. Engagierte Reden liessen die Aktivitäten der vergangenen 40 Jahre Revue passieren. Aktuelle Herzensangelegenheit ist die Verbesserung der Lebensbedingungen im Noswendeler Bruch für die Bekassine, dem Vogel des Jahres 2013.