Donnerstag, 14. Februar 2019

Vortrag: Im Wind des Wandels – wie verhalten sich Vögel an Windkraftanlagen?


Kaum ein Thema wird unter Naturschützern so kontrovers und emotional diskutiert, wie die Auswirkungen von Windrädern auf den Artenschutz. 

Für die Einen sind Windräder Todesfallen und „Vogel-Schredder“, für die Anderen sind sie eher harmlos und als wichtiger Baustein der Energiewende aus Umweltschutzgründen unverzichtbar. 
Wie es sich damit nun konkret verhält, weiß der Geograph und Ornithologe Markus Austgen aus seinen langjährigen Erfassungen von Vögeln an Windrädern zu berichten.

Seit 2010 beobachtet er die Verhaltensweisen unterschiedlicher Vogelarten an den
Windrädern in und um Merzig und zeigt in einem reich bebilderten Vortrag, wie
unterschiedliche Vogelarten auf diese neuen Elemente in ihren Lebensräumen reagieren und umgekehrt, wie der Betrieb der Anlagen gesteuert wird, um Gefährdungen von Vögeln zu vermeiden.

Der Vortrag wird im Rahmen der Mitgliederversammlung des NABU Merzig e. V. am
15.03.2019 im Tagungsraum des Hotel Römer gehalten. Beginn 19:00 h, Einlass frei.

Einladung zur Mitgliederversammlung 2019

Liebe NABU-Mitglieder,
der NABU Merzig e. V. möchte Dich/Sie herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, den 15. März 2019 um 18:00 Uhr in den Konferenzraum des Hotel/Restaurants „ROEMER“, Schankstraße 2 in Merzig einladen.

Wir möchten Dir/Ihnen dabei unsere Aktivitäten des vergangenen Jahres vorstellen und einen Ausblick auf das neue Jahr bieten.

Im Anschluss an den vereinsinternen Teil der Mitgliederversammlung,  ab ca.19:00 Uhr (die Veranstaltung ist ab dann öffentlich) wird unser  Vereinsmitglied Markus Austgen einen reich bebilderten Vortrag halten:

Im Wind des Wandels – Wie verhalten sich Vögel an Windkraftanlagen?“
                                                
Wir freuen uns sehr, Dich/Sie zu dieser interessanten Veranstaltung begrüßen zu können. 
 

Tagesordnung der Mitgliederversammlung des NABU -  Merzig e.V. am 15. März 2019, 18:00 Uhr, im Hotel/Restaurant Roemer, Merzig

1.      Begrüßung
2.      Feststellung der form- und fristgerechten Einladung
3.      Anträge zur Tagesordnung
4.      Bericht des Vorsitzenden
5.      Bericht des Schatzmeisters
6.      Bericht der Kassenprüfer
7.      Entlastung des Schatzmeisters
8.      Entlastung der übrigen Vorstandsmitglieder
9.      Wahl eines Versammlungsleiters
10.   Wahlen:             
a.      Wahl der/des Vorsitzenden
b.     Wahl der/des stellvertretenden Vorsitzenden
c.      Wahl der Schatzmeisterin / des Schatzmeisters
d.     Wahl der Schriftführerin / des Schriftführers
e.     Wahl der Beisitzer
f.       Wahl der Delegierten zur Landesvertreterversammlung
g.      Wahl der Rechnungsprüfer
11.   Ausblick auf schon feststehende Termine im Jahr 2019
12.   Schluss der Mitgliederversammlung





Mittwoch, 30. Januar 2019

Stunde der Wintervögel 2019

Vögel beobachten und melden

Vom 4. bis 6. Januar riefen NABU und LBV zum neunten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, ließen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen. 

Das Endergebnis der „Stunde der Wintervögel“
Rekord, Rekord: Knapp 138.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde haben aus 94.900 Gärten und Parks mehr als 3,5 Millionen Vögel gemeldet. Der Haussperling konnte seine Spitzenposition der Vorjahre verteidigen. Auffällig waren große Schwärme von Zeisig, Bergfink, Star und Wacholderdrossel.
250.000 gemeldete Amseln: Klingt viel, ist jedoch Grund zur Sorge für die Vogelexperten.  - Foto: Rüdiger Arp 250.000 gemeldete Amseln: Klingt viel, ist jedoch Grund zur Sorge für die Vogelexperten. - Foto: Rüdiger Arp
Immer weniger Wintervögel sind in Gärten und Parks zu sehen – das zeigt das Endergebnis der neunten „Stunde der Wintervögel“. Mit der Teilnehmerzahl bei Deutschlands größter wissenschaftlichen Mitmach-Aktion geht es dagegen weiter nach oben und zeigt, wie groß das Interesse an der heimischen Natur ist. 
Gut für unsere Vögel wäre es auch, wenn immer mehr Menschen ihre Gärten als Mini-Naturschutzgebiete sehen und sie vogelfreundlich gestalten.

Bei den Top fünf der Wintervögel liegt auch 2019 der Haussperling an erster Stelle, danach folgen Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel.

Wintervogel - Training!

Das erste Zwitschern ist zu hören 
und dank der kahlen Äste im Winter 
läßt sich mancher Vogel sehr gut erkennen.  
Hier finden Sie ein kleines NABU-Training 
zum Erkennen von unseren Wintervögeln

Freitag, 5. Oktober 2018

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Jetzt kann es so richtig losgehen! - Minister Reinhold Jost hilft NABU-Apfelsortengarten in Merzig.


Pressemitteilung zur Übergabe von Fördermitteln des Ministers für Umwelt und Verbraucherschutzes an den NABU Merzig e.V. am Samstag, dem 29. September 2018 anlässlich des Tages der offenen Tür bei der Baumschule Leick in Merzig.

 
„Das hat uns gerade noch gefehlt!“ freut sich Martin Thiery, Vorsitzender des NABU-Merzig, über die Finanzspritze für die Umsetzung des Apfelsortengarten-Projektes, die Minister Reinhold Jost anlässlich des Tages der offenen Tür bei der Baumschule Leick in Merzig dem Verein überreichte.

„Die 20.000 Euro aus Toto-Mitteln, die in den nächsten 4 Jahren für die Projektarbeit im Merziger NABU-Apfelsortengarten zur Verfügung stehen, sind für die Instanthaltung der Anlage, die Anschaffung von Werkzeugen und kleinen Obstpressen, die Herstellung von Info-Flyern und für Projekte in der Öffentlichkeitsarbeit im Apfelsortengarten bestens angelegt“ meint der Minister, der sich es nicht nehmen ließ die gute Botschaft dem Verein persönlich am  NABU-Infostand beim Tag der offenen Tür der Baumschule Leick in Merzig zu überbringen.

Die Idee des Apfelsortengartens in Merzig begeisterte Jost schon bei seinem ersten Besuch vor Ort anlässlich des jährlichen Treffens des Runden Tisches „Streuobst“ vor 3 Jahren. Dort erläuterten die engagierten Natur- und Apfelschützer des NABU den Mitgliedern der landesweiten Arbeitsgruppe, zu denen sich an diesem besonderen Termin auch Bürgermeister Marcus Hoffeld hinzugesellte, die Idee hinter dem Projekt. „Wir haben im Laufe der letzten 18 Jahre über 100 alte und regionale Sorten hier am Nackberg angepflanzt und gepflegt“ erläutert Markus Austgen, 2. Vorsitzender und zusammen mit Gerd Winter Initiator der Anlage. „Jetzt wollen wir, dass auch die Bevölkerung etwas davon hat“. Hierzu wurde von der Ortsgruppe ein Konzept entwickelt, das sowohl die Kindergärten und Schulen, als auch die im Obstbau engagierten Vereine und Organistationen einbindet. „Mit den Fördermitteln können wir endlich unsere Sortenbeschilderung der Bäume fertigstellen. Wir werden Exkursionen von A wie Apfelsortenkunde bis Z wie Zubereitung von Speisen, Kuchen, Marmeladen und Chutneys anbieten können“ ergänzt NABU-Vorstandsfrau Heike Prangenberg, die sich speziell der Umsetzung dieser Themen angenommen hat.

„Für die Kreisstadt Merzig hat dieses Projekt einen besonderen Stellenwert“ stellt auch Bürgermeister Hoffeld bei der Übergabe der Fördermittel dar, denn gerade in der „Äppelkischd des Saarlandes“ sollte jedes Kind auch einen Bezug zu dieser besonderen Kulturlandschaft und seinen Produkten entwickeln können. Aus diesem Grund sagte Hoffeld seine Unterstützung des Projektes als außerschulischer Lern- und Lehrort für die städtischen Kindergärten und Schulen zu.

„Besonders freut es uns“, so Vorsitzender Thiery, „dass wir diese Finanzspritze hier in der Baumschule Leick  in Empfang nehmen können, da wir mit diesem Betrieb sehr gut zusammen arbeiten und immer wieder eine Plattform für unseren Verein finden. Sei es am Tag der offenen Tür oder an den speziellen Apfeltagen bei der Baumschule Leick.“ So erging auch ein besonderer Dank an Geschäftsführer Christoph Leick und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen „Apfel und Streuobstwiesen“. „Kein Wunder“, meint Leick, „wir sind ja auch als Betrieb NABU-Mitglied und haben außerdem auch einige NABU-Aktivistinnen in unserer Belegschaft!“

 

Hintergrund:

Der Nabu-Apfelsortengarten am Nackberg liegt  an der Nordflanke des Nackberges auf der Gemarkung Merzig-Fitten, einem der ältesten Naturschutzgebiete des Saarlandes. Am Rand des Merziger Beckens gelegen, verfügt dieser mit rund 2.800 Obstbäumen über einen der größten zusammenhängenden Streuobstbestände ses gesamten Saarlandes. Dies war einer der Gründe für den Naturschutzbund NABU genau dort im Rahmen eines Deutsch-Luxemburgischen Interreg II Förderprogrammes in den Jahren 1999/2000 eine Streuobstwiese mit über 100 verschiedenen historischen Apfelsorten anzulegen.

Kennen Sie Apfelsorten wie die „Rheinische Schafsnase“, den „Winterglockenapfel“ oder das „Christkindel“? Diese und die meisten anderen Apfelsorten sind nicht im Geschäft zu kaufen. Der Apfelsortengarten – mitten in der „Äppelkischd“ des Saarlandes – soll dafür sorgen, dass die interessierte Bevölkerung und die Gäste der Region die alten Apfelsorten erkennen, probieren und auch schätzen lernen.

Der Sortengarten erstreckt sich entlang des Viezstraßen-Wanderweges und ist ein attraktiver Mosaikstein im Angebot des sanften Tourismus im Dreiländereck.

Warum Sortenvielfalt erhalten?
·         In Deutschland existieren  über 1.500 Apfelsorten; in den Supermärkten findet man 3 – 4, wenn man Glück hat vielleicht noch 5 – 6 Sorten und davon sind nicht mehr viele aus der Region, aus Deutschland – geschweige denn aus Europa.
·         Die alten Apfelsorten sterben aus. Dabei haben sie sich über Jahrhunderte als Mostapfel zum Pressen von Säften, als Tafelapfel zum Verarbeiten in Kuchen, Kompott, Gelee oder einfach „nur“ zum Reinbeißen und Genießen bewährt.
·         Jede Apfelsorte hat ihre speziellen Eigenschaften. Blüh- und Reifezeitpunkt, Geschmack, Verarbeitungsmöglichkeit oder die Lagereigenschaft zeichen jede einzelne Sorte aus.
·         Der NABU-Merzig möchte mit dem Apfelsortengarten dazu beitragen, dass diese Vielfalt nicht verloren geht und einen Teil dieses wertvollen Gen-Pools in das nächste Jahrhundert retten.

Was hat der NABU-Merzig dort vor?
·         Seit 1999 wird der Baumbestand kontinuierlich gepflegt. Abgängige Bäume werden ersetzt. Die Baumpflege erfolgt ehrenamtlich durch den NABU Merzig sowie im Rahmen der Streuobstförderung des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz des Saarlandes von Fachfirmen. Die Unternutzung (Mähen der Wiese, Mulchen der Baumscheiben) erfolgt durch den Eigentümer der Fläche, Herrn Johannes Weiten vom angrenzenden Hofgut Nackberg.
·         2014 wird der Apfelsortengarten als besonders unterstützenswertes Projekt vom NABU-Bundesverband für die REWE-Förderung (Nachhaltigkeitswochen) empfohlen und gefördert.
·         2015, dem ersten Jahr mit einem guten Behang an fast allen Bäumen im Apfelsortengarten erfolgte eine professionelle Sorten-Nachbestimmung durch den Pomologen Hans-Thomas Bosch vomn Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee, Baverndorf.
·         2016 wurde die Sortenbeschilderung mit beschrifteten Tontöpfen angebracht. Sie dient geichzeitig als Ohrenschleiferhotel zur natürlichen Schädlingsbekämpfung. Es erfolgt die Installation der großen Info-Wand, die es den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, sich genauer über die Anlage zur informieren.

Die bisherigen Aktivitäten dienen als Grundlage zur weiteren Entwicklung und Nutzung des Apfelsortengartens. In Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Merzig und weiteren Institutionen und Vereinen wird der NABU-Apfelsortengarten künftig auch als „Schul- und Erlebnisgarten“ im Rahmen der Aktion „Lokal-regional-bio  -  Merzig handelt fair“ als Generationenprojekt ausgebaut werden.

Montag, 1. Oktober 2018

Noch Fragen?

Zwei Tage haben wir NABU-Leute "gesproocht"! Unsere Teilnahme an der zweitägigen offenen Türe der Baumschule Leick war ein großartiger Erfolg. Fragen über Fragen wurden uns gestellt:
"Kann ich einen Pinova auf einen Kaiser Wilhelm veredeln?"
"Kann ich einen Apfelbaum über einem Erdtank anpflanzen?"
"Dörren Sie im Backofen?"
"Wo befindet sich die Apfelsortenanlage?"
"Verkaufen Sie Goldparmänen?" (Nein!)
Das Interesse galt allen Aspekten, Kauf, Pflege, Schnitt und der Verwertung. Geduldig und kompetent haben wir erzählt, erklärt, beraten und auch Apfel-Erinnerungen ausgetauscht. Wir fühlen uns mehr als bestätigt in unserer Generationenarbeit zur Bewahrung von altem Wissen, alten Sorten und der Erhaltung von biologischer Vielfalt.