Mittwoch, 15. Februar 2017

Waldkauz ist der "Vogel des Jahres" 2017

Warum ist der Waldkauz Vogel des Jahres 2017?

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, erläutert NABU-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist.

Glücksbringer und Todesbote
Vogel der Weisheit und Aufklärung. Todesbote und Glücksbringer. Wappenvogel der Heilkunst und Patron der überschwänglichen Trinklust: So vielseitig wie gegensätzlich sind die Bezeichnungen der Eule – und damit auch des Waldkauzes – seit Jahrtausenden. In der Antike galt beispielsweise der Steinkauz als „Vogel der Weisheit“ und war ein ständiger Begleiter der Göttin Athene. Seine stoische Mimik wirkte klug und sorgte für Ehrfurcht unter den Menschen. Im Mittelalter wandelte sich das Bild erheblich: Die Eule wurde zum Botschafter von Unglück und Tod, Helfer Satans oder Verkünder von Seuchen und Depression.

Das schlechte Image unseres Jahresvogels und seiner Eulenverwandtschaft hat sich glücklicherweise deutlich verbessert. Faszination für das Tier löste den tief verwurzelten Aberglauben größtenteils ab. Eulen sind heute so beliebt wie nie: als Motiv in Kunst und Literatur, Skulptur in Gärten und Galerien oder farbenfrohes Maskottchen auf Kinderkleidung.

Die Biberburg Berschweiler


Nach der diesjährigen Mitgliederversammlung haben Sie die Gelegenheit, unseren Referenten Rasmund Denné, den Leiter Ökopädagogik im Schullandheim & Naturerlebniszentrum des Zweckverbandes Natura Ill-Theel in Marpingen, der Biberburg Berschweiler, kennenzulernen.Schauen Sie sich auf der Internetseite einfach mal um und staunen Sie, was sich in Sachen Biber alles tut im Saarland.


Der Biber in Merzig - ach ja?


Vor ca. 100 Jahren ist er aus dem Saarland unbekannt verzogen. Nachkommen seiner Art sind nun wieder von der Elbe an die Ill umgesiedelt worden. Der Biber, lat. Castor fiber, ist zurück im Saarland – und auch wieder hier in Merzig!

Aufmerksame Spaziergänger können an der Saar seine Spuren (angenagte Bäume) entdecken. Ähnliche Spuren finden sich in den Kiesweihern und am Kohlenbrucherbach bei Schwemlingen, sowie am Seffersbach vor Brotdorf und am Ritzerbach bei Merchingen.

Der Biber ist ein eingefleischter Vegetarier!
Der Biber ist ein ausgezeichneter Schwimmer, Taucher, Wasserbauer und zudem ein eingefleischter Vegetarier. Er ist vorwiegend nachtaktiv und scheu. In seinem Lebensraum ist er an Gewässer gebunden und steht europaweit auf der Liste der besonders geschützten Tierarten.

Kommen Sie zu einem Abend mit Rasmund Denné, dem saarländischen Biber-Manager. Er ist einer der wenigen Menschen im Saarland, die sich von der ersten Stunde an intensiv mit Biologie und Ausbreitung, aber auch mit den Konflikten beschäftigen, die im Zusammenleben von Biber und Mensch auftreten können.

Ein Bildvortrag von Rasmund Denné, BiberBurg Berschweiler
3. März 2017, ab 19.15 Uhr im Hotel/Restaurant ROEMER in Merzig

Sie, Ihre Familie und Freunde, die Sie gerne mitbringen möchten, sind zu dem kostenfreien Vortrag herzlich eingeladen.  Wir freuen uns auf Sie !

Einladung zur Mitgliederversammlung 2017




Der NABU Merzig e. V. möchte Dich/Sie herzlich zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, den 3. März 2017 um 18:00 Uhr in den Nebenraum des Hotel/Restaurants „ROEMER“, Schankstraße 2 in Merzig einladen.

Wir möchten Dir/Ihnen dabei unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr vorstellen sowie einen Ausblick auf das neue Jahr bieten.

Ab 19:15 Uhr berichtet uns der saarländische „Biberversteher“ Rasmund Denné von einer hier in Merzig noch kaum bekannten und neu eingewanderten Tierart: dem Biber. Wie lebt er? Wo kommt er her? Welche Stellen in Merzig hat er bereits erobert und wie fügt er sich in das Artenspektrum bei uns ein? Ein toller bilderstarker Vortrag mit vielen Tipps und Anregungen – aber auch mit praktischen Hinweisen für ein harmonisches Zusammenleben Mensch – Biber.

Wir freuen uns sehr, Dich/Sie zu dieser interessanten Veranstaltung begrüßen zu können.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 3. März 2017



Tagesordnung

 der Mitgliederversammlung des NABU e.V. Merzig
am 03. März 2017, 18.00 Uhr  im Nebensaal des Hotel Roemer, Merzig


1.    Begrüßung
2.    Feststellung der form- und fristgerechten Einladung
3.    Anträge zur Tagesordnung
4.    Bericht des Vorsitzenden
5.    Bericht des Schatzmeisters
6.    Bericht der Kassenprüfer
7.    Entlastung des Schatzmeisters
8.    Entlastung der übrigen Vorstandsmitglieder
9.    Wahl der Delegierten zur Landesvertreterversammlung
10.                       Ausblick auf schon feststehende Termine im Jahr 2017
11.                       Schluss der Mitgliederversammlung