Sonntag, 7. Februar 2016

Interview mit Dipl. Biogeograph Rolf Klein aus Biringen


„Arten im Garten“ –  Vortrag von Rolf Klein
anlässlich der Mitgliederversammlung des NABU Merzig e.V.
 am 11. März 2016, 19.00 Uhr Gaststätte Dionysos  in der Stadthalle Merzig



„Verwurzelt in der Region, den Blick stets in den Himmel hinauf“

Der Referent:
Rolf Klein
31 Jahre jung, frisch verheiratet

  • Sein Beruf:

Diplom-Biogeograph  und Geschäftsführer eines Planungsbüros für Landschafts- und naturbezogene Fragestellungen. 

  • Warum Biogeographie?
Schon im Alter von 16 Jahren war das berufliche Ziel klar. Das Studium verbindet für ihn besonders gut die klassische Biologie mit der Geographie (im Sinne von der Lehre der Verbreitung der Tiere und Pflanzen). Erdgeschichte und Klimazonen sind wichtige Teilgebiete.

  • Wie alles anfing…
In frühester Jugend lernte er seinen „Lehrer“ für die Vogelkunde und späteren Mentor, das saarländische, vogelkundlerische Urgestein Lothar Hajo, kennen. In dieser Zeit entstand auch die Vorliebe, sein eigener Chef zu sein, eigenständig Stellung zu beziehen, frei schreiben zu können. Da Rolf Klein ein sehr heimatverbundener Mensch ist, kam ihm der einzige Studienort für dieses besondere Fach – in Trier – gerade recht.

  • Engagiert schon im Studium.
Den wissenschaftlichen Studienteil hat Rolf Klein von Anfang an mit praktischen Tätigkeiten verbunden, da er nie eine universitäre Laufbahn anstrebte. So gründete er mit Freunden die Vogelberingungsstation „Mittleres Saartal“, ein saarländisches Erfolgsprojekt nahm seinen Weg.

  • Beringung – der schönste Part in der Vogelkunde.
Tiere in der Hand halten zu können, die man sonst niemals so dicht, Aug in Auge zu sehen bekäme. Hier verbinden sich Wissenschaft, Umweltpädagogik und das Entdeckerische, z.B. seltene Vogelarten zu finden. Besonders stolz ist Rolf Klein darauf, den Erstnachweis für den Gelbbrauenlaubsänger
im Saarland erbracht zu haben.

  • Wohnort Biringen – das Zentrum in Rolf Kleins Leben.
Hier ist er groß geworden. Umgeben von einer großen  Landschaftsvielfalt mit Wiesen und Weiden, Ackerflächen, Streuobstwiesen. Natürlich begeistert ihn auch, im Vogelschutzgebiet Saar-Niedgau zu leben. Neben all der Naturverbundenheit ist Rolf Klein im besten Sinne ein „Dörfler“. Jeder kennt jeden, man hilft sich gegenseitig, das ist für ihn gelingendes Dorfleben. Da verwundert es nicht, dass er, neben all seinem vielfältigen beruflichen und privaten Aufgaben, auch Ortsvorsteher von Biringen ist. 

  • Das Thema des Vortrages – ein kleiner Vorgeschmack
Was kann man in einem Privatgarten an Arten erwarten? Natürlich leben dort die häufigen und weit verbreiteten Kohl- und Blaumeisen, Amseln, Buchfink und Zilpzalp, im Schnitt ca. 10 Arten. Spannend wird es, wenn man mit speziellen Artenschutzmaßnahmen, z.B. durch fischfreie Wasserflächen, Steinhaufen und blühende Flächen seinen Garten vielfältiger und naturnaher gestalten kann. Dann stellen sich auch viele Amphibien, Schmetterlinge und Libellenarten ein.
In seinem eigenen Garten hat Rolf Klein bisher über 70 Arten nachgewiesen! Wer sich näher für diesen besonderen Garten interessiert, findet hier einen SZ-Bericht über Rolf Klein: 

Kurz gefragt von Heike Prangenberg – schnell geantwortet von Rolf Klein!
               
Wo möchtest Du leben?
Genau hier!
Aktuelles Lieblingsbuch?
Kompendium der Vogelwelt!
Historische Lieblingsgestalt?
Charles Darwin!
Hauptcharakterzug?
Frag´ meine Frau!
Lieblingstier?    
Gelbbrauenlaubsänger!
Lieblingsblume?
Ackerwitwenblume mit Widderchen drauf!
Lebensmotto?
1. Geordnetes Chaos 2. an sich glauben und mit Disziplin seine Ziele/Aufgaben umsetzen
Mit wem möchtest Du an einer Hotelbar einen trinken?
Mit meiner Frau!


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